Schriftlich formulierte Anträge usw.

Eine Krankenkasse stellt die Krankengeldzahlung meiner Mandantin ein und teilt ihr mit, dies wäre so, da sie zu spät zum Arzt gegangen sei. Letzter Tag der AU war ein Sonntag, meine Mandantin war Montagmorgen in der Praxis.

Die KK hat meiner Mandantin auch mitgeteilt, dass sie ab jetzt im Prinzip nicht mehr Mitglied sei und um Stellungnahme binnen 14 Tagen gebeten. (Das Arbeitsverhältnis war zwischenzeitlich gekündigt worden). Einen Bescheid über die Einstellung der Krankengeldzahlung gibt es nicht.

Diese Stellungnahme habe ich für die Mandantin abgegeben und einstweilen Fortsetzen des Versichertenverhältnisses als freiwilliges Versichertenverhältnis nach § 5 Abs. 1 Nr 13 SGB V beantragt. Eine bestehende Krankenversicherung war der Mandantin wichtig, nicht zuletzt wegen ihrer beiden mitversicherten Kleinkinder.

Die Antwort der KK:

Wir möchten hiermit feststellen, dass es unserer Aufassung nach dieser schriftlich formulierten Anträge usw. nicht bedurfte.

Aha. Immerhin wurde die Krankengeldzahlung rückwirkend wieder aufgenommen, mitgeteilt wurde mir das von der Mandantin, nicht von der KK.

Ich werde jetzt eine rechtsmittelfähige Bescheidung beantragen, schriftlich und formuliert usw.